Puddle Hunt (Wasserspiegelungen)

Um ein Gebäude oder Objekt auf eine ganz besondere Art darzustellen, gibt es viele kreative Varianten. Ein besonders faszinierendes Bild von einem Fotomotiv erhältst du, wenn du es über eine Spiegelung ablichtest.

Gerade in der Stadt eignen sich Wasserpfützen besonders gut um mit Spiegelung zu arbeiten.

Hier kommen wir auch schon zur sogenannten "Puddle Hunt" der Jagt nach einer passenden Pfütze.

Es braucht zwar etwas Übung, um deine Augen darauf zu schulen geeignete Spiegelungen zu erkennen und anschließend auf einem Foto einzufangen. Aber hat man den Dreh erstmal raus, macht es sehr viel Spaß und du erhältst besonderes kreative Fotos.


 

Wann und wo?

Wasserspiegelungen findest du nach dem Regen fast überall. Je mehr Licht es bei einer Spiegelung gibt, desto besser wird das Foto. Eine besondere Stimmung kannst du auf deinen Fotos einfangen, wenn die Sonne unmittelbar nach einem Regenschauer wieder scheint. Besonders spannend sind allerdings auch Spiegelungen bei Nacht. Hier musst du mit dem Umgebungslicht auf kreative Art und Weise arbeiten.

 

Equipment:

Ich bevorzuge ein lichtstarkes Weitwinkel-Objektiv um nicht nur die Spiegelung, sondern auch das eigentliche Fotomotiv abzulichten (meist 24 oder 35mm).

Aber auch mit einem Handy lassen sich Spiegelungen toll fotografieren - mehr dazu unter den Tipps.

 

Settings:

Wie bei allen Fotografien empfehle ich dir die Bilder im RAW-Format aufzunehmen. Der Vorteil: die Fotos sind unkomprimiert und alle Bildinformationen bleiben erhalten. Dadurch ist eine bessere Nachbearbeitung möglich.

Es empfiehlt sich auch die Kamera auf eine der Auto-Settings zu stellen. Dadurch kannst du dich ideal auf den Bildausschnitt konzentrieren. Generell empfehle ich aber den Manuellen Modus

Ich verwende gerne eine kurze Verschlusszeit da durch Wind und Erschütterung die Spiegelung verschwommen werden kann. (1/500 , 1/1000, oder höher.)

ACHTUNG: Je nach Kamera solltest du aber keinen zu hohen ISO-Wert verwenden um Rauschen zu vermeiden.


 

Vorgehen:

Um ein Objekt optimal über eine Wasserpfütze abzulichten, solltest du deine Kamera am besten möglichst nahe auf dem Niveau der Spiegelung halten. Ein Stativ behindert dich dabei eher. Sollte es zu dunkel sein, um freihändig fotografieren zu können, kannst du die Kamera auch auf dem Boden ablegen.

Dein Smartphone kann eine gute Alternative zur großen Kamera sein. Am besten stellst du das Handy auf den Kopf. So ist das Objektiv der Kamera näher am Boden.

Zudem solltest du erst nach einem Regenschauer fotografieren. Während es regnet, stören die herabfallenden Wassertropfen die Spiegelung.

Für ein perfektes Foto sollte die Wasserpfütze in einem guten Abstand zu deinem Motiv liegen. Um den richtigen Abstand zu finden, gilt der Grundsatz „Übung macht den Meister“.

Als Beispiel hier die Pfütze und das Fertige Bild:





 


Varianten:

Wer beginnt, bewusst auf Spiegelungen zu achten, wird sehr schnell bemerken wie viele es davon in unserer Umwelt gibt. Neben Wasserpfützen eignen sich besonders Seen, Flüsse oder Brunnen, aber auch Schaufenster, Verkehrsspiegel, polierte Autos und Seitenspiegel von Fahrzeugen dafür.




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